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Parteien und Organisation

Sonstige linksextremistische bzw. linksextremistisch beeinflusste Organisationen

Hier finden Sie Informationen über den GegenStandpunkt (GSP), die Sozialistische Alternative (SAV), den Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD (AB), die Rote Hilfe e.V. und den Revolutionär-Sozialistischen Bund - Sektion der IV. Internationale Deutschland (RSB).

Herausgeber: Bayerische Informationsstelle gegen Extremismus Staatliche Einrichtung

 

 

 

 

 

 

Sozialistische Alternative (SAV)

SAV Logo

DeutschlandBayern
Mitglieder 350 20
Gründung 1994
Sitz Berlin
Publikation Solidarität (mit Jugendbeilage megafon)

Die orthodox-kommunistische SAV bekennt sich zu den Lehren Leo Trotzkis. Sie versteht sich gemäß Statut als „revolutionäre, sozialistische Organisation, (…) in den Traditionen der Ideen von Marx, Engels, Lenin, Trotzki, Luxemburg und Liebknecht“. Ihr politisches Ziel ist der Aufbau einer sozialistischen Staatsordnung auf der Grundlage der Überführung der Produktionsmittel in Gemeineigentum.

Die SAV gliedert sich in Bundesleitung, Regional- und Stadtverbände sowie Ortsgruppen. In München und Nürnberg/Erlangen gibt es einen Stadtverband. Die SAV ist international im trotzkistischen Dachverband Committee for a Workers’ International (CWI) organisiert.

Der trotzkistischen Entrismusstrategie folgend engagieren sich Funktionäre und Aktivisten der SAV in anderen politischen und gesellschaftlichen Organisationen wie der Antikapitalistischen Linken (AKL) , um dort ihre ideologischen Vorstellungen zu verbreiten.

 


 

GegenStandpunkt (GSP)

Logo GegenStandpunkt

DeutschlandBayern
Mitglieder 4.000 450
Sitz München
Publikation GEGENSTANDPUNKT (Sozialistische HochschulZeitung)

Der GSP setzt die Aktivitäten der Marxistische Gruppe (MG) fort, die im Mai 1991 ihre Selbstauflösung erklärt hat. Er ist eine straff geführte elitäre Gruppierung mit revolutionär-kommunistischen Zielvorstellungen, die sich selbst anderen linksextremistischen Gruppierungen überlegen sieht. Bundesweit gibt es lokale Gruppen, die in eine organisatorische Gesamtstruktur um die in München ansässige GegenStandpunkt Verlagsgesellschaft mbH eingebunden sind.

Neben internen Mitgliederschulungen war der GSP in Bayern, wie zuvor die MG, öffentlich mit marxismustheoretischen Veranstaltungen u.a. an den Hochschulen München, Nürnberg und Regensburg aktiv, um neue Mitglieder zu rekrutieren. Die an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen aktive „Sozialistische Gruppe (SG) Hochschulgruppe Erlangen/Nürnberg“ ist ebenfalls dem GSP zuzurechnen. Sie ist Herausgeber der monatlich erscheinenden „Sozialistischen HochschulZeitung“.

 


 

Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD (AB)

AB Logo

Bayern
Mitglieder 80
Gründung 1973
Sitz München

Der aus „Arbeiter-Basisgruppen“ in München hervorgegangene AB ist eine revolutionär-marxistische Organisation, die die Gründung einer „revolutionären Partei in der Tradition der verbotenen KPD“ anstrebt. Sie beruft sich auf den Marxismus-Leninismus und die Ideen von Stalin und Mao Tse-tung. Ziel des AB ist die Beseitigung der „herrschenden Ausbeuterklasse“ und die Errichtung einer „Diktatur des Proletariats“.

Über Informationsveranstaltungen und Kundgebungen in unmittelbarer Nähe zu Industriebetrieben versucht die Organisation eine Verbindung zur Arbeiterschaft herzustellen.  So demonstrierten Aktivisten des AB insbesondere vor den Fertigungsstätten von Kfz-Herstellern. In München, Nürnberg und Regensburg organisierte der AB eigene 1.Mai-Veranstaltungen wobei zum Klassenkampf und zur Enteignung von Unternehmen aufgerufen wurde.

Außerhalb Bayerns gibt es AB‑Gruppen in Bremen, Hamburg, Hessen und Nordrhein-Westfalen.

 


 

Rote Hilfe e.V. (RH)

Logo Rote Hilfe

DeutschlandBayern
Mitglieder 8.000 550
Sitz Göttingen (Bundesgeschäftsstelle)

verschiedene Ortsgruppen,
u.a. Nürnberg und München

Publikationen "DIE ROTE HILFE", vierteljährlich

Der Arbeitsschwerpunkt des Vereins Rote Hilfe e.V. (RH) ist die finanzielle und politische Unterstützung von linksextremistischen Straf- und Gewalttätern, mit deren ideologischer Zielsetzung sich die RH identifiziert.

Dabei geht es ihr nicht um eine Resozialisierung von Straftätern, sondern um die Unterstützung gewaltbereiter Linksextremisten in ihrem Kampf gegen das politische System. Die Unterstützung schließt auch ehemalige Angehörige terroristischer Vereinigungen ein. Die RH gewährt Beihilfen zu Anwalts- und Prozesskosten sowie zu Geldstrafen und Geldbußen.

Als zentrale Publikation veröffentlichte die RH den Leitfaden „Was tun wenn ́s brennt!?“, Ausgabe 2015/2016, mit „Rechtshilfetipps“ in mehreren Sprachen. Darin spiegelt sich ihre enge Verbundenheit mit linksextremistischen Gewalttätern wider:

„Alle, die sich am Kampf beteiligen, sollen das in dem Bewusstsein tun können, dass sie auch hinterher, wenn sie Strafverfahren bekommen, nicht alleine dastehen. Ist es der wichtigste Zweck der staatlichen Verfolgung, diejenigen, die gemeinsam auf die Straße gegangen sind, durch Herausgreifen Einzelner voneinander zu isolieren und durch exemplarische Strafen Abschreckung zu bewirken, so stellt die Rote Hilfe dem das Prinzip der Solidarität entgegen und ermutigt damit zum Weiterkämpfen.“

Die Unterstützung schließt auch ehemalige Angehörige terroristischer Vereinigungen ein. Die RH gewährt Beihilfen zu Anwalts-und Prozesskosten sowie zu Geldstrafen und Geldbußen. Mitglieder des Vereins diskreditieren das deutsche Rechtssystem immer wieder – u. a. in einem Newsletter vom 13. November 2014 – als „Gesinnungsjustiz“. Die Ortsgruppe Nürnberg-Fürth-Erlangen lud am 2. Dezember zu einer Veranstaltung über das Leben der RAF-Terroristin Ulrike Meinhof ein. In einem dazu veröffentlichten Flugblatt erklärte die RH:

„In dieser Vortrags- und Diskussionsveranstaltung ist es für uns wichtig, Ulrike als kämpferische Linke zu begreifen, die keinen Selbstmord begangen hat, und die RAF nicht als Terrorgruppe darzustellen.“

Die RH unterstützte den Aufruf zur Teilnahme an der Revolutionären 1. Mai-Demonstration in Nürnberg. Die Ortsgruppe Nürnberg/Fürth/Erlangen lud für den 2. Juni 2017 zu einer vorbereitenden Veranstaltung mit der Überschrift "Was tun, wen es brennt? - G20-Edition" ein. Im Rahmen dieser Veranstaltung erhielten die Aktivisten Verhaltensempfehlungen für eventuelle Strafverfahren.

 


 

Revolutionär-Sozialistischer Bund - Sektion der IV. Internationale Deutschland (RSB)

Logo RSBDie Organisation wurde im Oktober 1994 von Mitgliedern trotzkistischer Gruppierungen gegründet. Der RSB hat es sich zur Aufgabe gemacht, in der Linken und in der Arbeiterbewegung das Klassenbewusstsein zu entwickeln und zu fördern und zum Aufbau der Kommunistischen Partei in Deutschland beizutragen. Ziel des RSB ist der Sturz des Kapitalismus und die Errichtung einer sozialistischen Gesellschaft. Der Schwerpunkt seiner Aktivitäten liegt nach eigenen Angaben im „außerparlamentarischen Kampf“.

Details zum Herausgeber:
Bayer. Informationsstelle gegen Extremismus
Knorrstr. 139 - 80937 München
Tel.  089  - 21 92 21 92
Fax. 089 - 21 92 23 77
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Bayern gegen Linksextremismus richtet sich an alle, die sich pädagogisch, politisch und persönlich mit Linksextremismus auseinandersetzen.