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Memminger Clubhaus der rechtsextremistischen Skinhead- Gruppierung "Voice of Anger" (VoA) in Brand gesetzt

Am 25. April 2017 wurde gegen 04:00 Uhr morgens im Raum Memmingen über den Notruf durch eine Anwohnerin ein Brand in einer Gartenhütte in der Buxacher Schrebergartensiedlung gemeldet. Es handelte sich dabei um die ehemalige Gaststätte „Zur Gartenschänke“, die von der Skinhead-Gruppierung „Voice of Anger“ (VoA) als Treffpunkt genutzt wurde.


Die „Gartenschänke“ wurde bei dem Brand komplett zerstört, die Feuerwehr konnte jedoch verhindern, dass das Feuer auf benachbarte Gebäude übergriff.
Bereits um 05:15 Uhr wurde auf linksunten.indymedia.org eine Selbstbezichtigung gepostet, in der sich eine bisher unbekannte Gruppierung namens „Rats against Fascism“ dazu bekannte, einen Brandsatz in dem Clubhaus gelegt zu haben. Das Bekennerschreiben deutet auf Insiderwissen hin, da zu dieser Uhrzeit noch keine Pressemeldungen vorlagen. Weiterhin wird in dieser Meldung der Brandanschlag damit begründet, dass man „andere Antifaschist*innen zu ähnlichen Aktionen“ inspirieren wolle.

Die Lage zwischen der rechts- und linksextremistischen Szene im Raum Memmingen ist seit längerem angespannt. Seit Jahren sind in Memmingen Angehörige der linksextremistischen Szene an regelmäßig stattfindenden antifaschistischen Veranstaltungen zum Gedenken an Peter Siebert beteiligt. Peter Siebert ist Opfer eines Täters aus dem rechtsextremistischen Spektrum. Der 40-jährige Peter Siebert wurde in der Nacht zum 26. April 2008 von seinem 22-jährigen Nachbarn in Memmingen (Bayern) mit einem Bajonett erstochen. Zuvor hatte sich Peter Siebert über die laute rechtsextreme Musik seines Nachbarn beschwert und dem Täter seine braune Gesinnung vorgeworfen. Dieses Jahr fand diese Veranstaltung am 22. April – also wenige Tage vor dem Brandanschlag –  unter dem Motto „Remembering means Fighting – Gegen Nazis und ihre Umtriebe“ statt.

Aus Sicht der Sicherheitsbehörden deutet die Täterschaft grundsätzlich auf einen linksextremistischen Hintergrund hin. Dafür sprechen die erwähnten Spannungen zwischen den extremistischen Lagern, die linksextremistische Ausrichtung des Bekennerschreibens und die Veröffentlichung auf der Internetseite linksunten.indymedia.org.

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