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Texte zur Geschichte des Kommunismus in Deutschland

Linksextremismus in der Bundesrepublik
Schon in den 1950er Jahren wurde die bedeutendste Parteiorganisation der extremen Linken, die sowjetisch geprägte „Kommunistische Partei Deutschlands“ (KPD), im Rahmen eines Parteiverbotsverfahrens vor dem Bundesverfassungsgericht verboten. Der politische Extremismus von links war damit freilich nicht aus der Welt. Im Gegenteil: Nachfolgeorganisationen wie die „Deutsche Friedens-Union“ und die „Deutsche Kommunistische Partei“ konnten mit den Kampagnen „Frieden statt Aufrüstung“ oder „Neutralität statt Westintegration“ einen größeren politischen Einfluss gelten machen als ihre dürftigen Wahlergebnisse vermuten lassen.
Der deutsche Kommunismus
Die Geschichte der extremen Linken im Allgemeinen und der Kommunisten in (West-)Deutschland im Besonderen ist eine wechselvolle mit Windungen, Brüchen und verwirrend vielen Abspaltungen: Von der USPD zu Spartakusbund und KPD, von der DKP über Studentenorganisationen wie SDS und SHB bis hin zu diversen sogenannten K-Gruppen. Übersichtlicher war die Lage nach 1945 in der Sowjetischen Besatzungszone, wo eine „sozialistische Demokratie“ errichtet wurde. Hier galt bis zur Wende 1989/90 das Mantra: Die (kommunistische) Partei hat immer recht. Doch im unter liberalen und marktwirtschaftlichen Vorzeichen wiedervereinigten Deutschland hat die kommunistischen Ideologie mit ihren utopischen Versprechen ihre Verführungskraft bewahrt.
Die SED als Staatspartei der DDR
Nach Gründung der DDR 1949 übertrug die UdSSR, die der zentrale Machfaktor war, die Staatsgewalt - beschränkt - auf die „Sozialistische Einheitspartei Deutschlands“, die ihren alleinigen Führungsanspruch durch die marxistisch-leninistische Ideologie legitimierte und durch Androhung sowie Anwendung von Gewalt, aber auch durch die Schaffung von Aufstiegsmöglichkeiten in Staat und Partei sicherte. Bald waren alle wichtigen staatlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Positionen mit Parteikadern besetzt. An der Spitze der Partei konzentrierte sich alle staatliche Gewalt, es galt der Primat der Partei vor dem Staat. Als die Machtposition der kommunistischen Partei durch ein Abrücken der UdSSR von der Breschnew-Doktrin brüchig wurde, erodierte auch die parteipolitische Basis; das durch Gewalt und Ideologie zusammengehaltene Kartenhaus der SED (und somit auch der DDR) stürzte ein.
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Bayern gegen Linksextremismus richtet sich an alle, die sich pädagogisch, politisch und persönlich mit Linksextremismus auseinandersetzen.