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Beiträge aus Einsichten und Perspektiven

Bayerische Zeitschrift für Politik und Geschichte, herausgegeben von der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit

Interview mit Prof. Eckhard Jesse (aus: 05/2004)
„Wer sich mit Rechtsextremismus auseinandersetzt, den Linksextremismus jedoch ignoriert oder für inexistent erklärt, ist nicht glaubwürdig und auf dem einen Auge blind“, meint Prof. Eckhard Jesse, anerkannter Experte auf dem Feld des politischen Extremismus und Inhaber der Professur für politische Systeme und politische Institutionen an der TU Chemnitz im Interview mit Dr. Peter März von der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit. Ein Gespräch über die Diskrepanz zwischen „äußerer und innerer Einheit“ Deutschlands, über die noch immer signifikanten Unterschiede in den Parteiensystemen der alten und neuen Bundesländer und darüber, dass es trotzdem wenig Sinn mache, „lediglich auf den Gegensatz zwischen Ost und West abzuheben.“
Das DDR-Bild von Schülern in Bayern (aus: 01/2008)
In einer Schülerbefragung des Forschungsverbunds SED-Staat der Freien Universität Berlin wurde untersucht, ob bei Schülern der 10. und 11. Klasse in Ost- und Westdeutschland ein gleiches Bild der DDR existiert und inwieweit die Positionen älterer Generationen weitergetragen werden. Des Weiteren hinterfragte man den Einfluss der eigenen politischen Orientierung auf das DDR-Bild und die als positiv oder negativ erachteten Aspekte der Systeme der Bundesrepublik und der DDR. Die in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfahlen und Bayern durchgeführte Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass es durchaus regionale Unterschiede im DDR-Bild der Schüler gibt, aber auch der Bildungsgrad relativ starken Einfluss auf die Bewertung des SED-Staates hat.
Kontroverse um die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen (aus: 02/2006)
Die ehemalige Zentrale Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR (MfS) in Berlin-Hohenschönhausen dient heute als Gedenkstätte für die dort von deutschen und sowjetischen Kommunisten verübten Verbrechen. Für viele ehemalige MfS-Mitarbeiter, die nach wie vor in der Umgebung wohnen, ist sie als authentischer Ort zur Darstellung der Stasi-Praktiken eine tägliche Provokation. Deren Aktivitäten gegen die Gedenkstätte erreichten im Frühjahr dieses Jahres einen neuen Höhepunkt. Auch „Geschichtspolitiker“ anderer Couleur streben eine politische und personelle Neuausrichtung dieser Einrichtung an.
Die Juden im Machtspiel der SED (aus: 01/2007)
Nach Ende des Zweiten Weltkrieges entschieden sich einige Überlebende des Holocausts entweder aus familiären Gründen oft aber auch in dem Glauben, unter sowjetischer Besatzungsmacht würden die Lehren aus dem Dritten Reich konsequenter gezogen, für ein Leben in der SBZ. Bald stellte sich jedoch heraus, dass die SED-Führung bei der Entschädigung von Opfern der nationalsozialistischen Herrschaft zwischen „Opfern des Faschismus“ und Juden unterschied, da die Juden nicht zu den Widerstandskämpfern im Dritten Reich gehört hätten. Auch ein Wiederaufbau der jüdischen Gemeinden war in der DDR von Anfang an nur sehr schwer möglich. Die Staatsregierung ließ trotz des antizionistischen und antiisraelischen Kurses keine Gelegenheit aus, um die DDR als den wahrhaft antifaschistischen Teil Deutschlands zu präsentieren.
Achtundsechzig und die Anfänge des westdeutschen Terrorismus (aus: 1/2008)
Die Überzeugung, dass es eine scharf gezogene Grenze zwischen der 68er-Bewegung und dem Terrorismus der Roten Armee Fraktion (RAF) gegeben habe, ist noch immer weit verbreitet. Doch das Bild der „bösen“ RAF auf der einen und der „guten“ respektive harmlosen „Spaßguerilla“ auf der anderen Seite öffnet Legendenbildungen Tür und Tor. Denn bereits auf dem Höhepunkt der 68er-Bewegung sind Linien erkennbar, die in den Untergrund erster konspirativ operierender terroristischer Gruppierungen führten.
Der SED-Staat und die Juden (1949-1990) (aus: 03/2008)
Zwischen der DDR und Israel bestanden niemals diplomatische Beziehungen. Im Gegensatz zur Bundesrepublik Deutschland weigerte sich der SED-Staat, einen Teil der Verantwortung für die Verbrechen des nationalsozialistischen Deutschlands zu übernehmen. Die Führung der UdSSR gab der DDR zwar gewisse Vorgaben, wie die Beziehungen mit dem jüdischen Staat gestaltet werden müssten, eine gänzliche Ablehnung von Kontakten ging aber von der SED-Spitze aus. Dabei hatte die Sowjetunion die Gründung Israels einst begrüßt. Die DDR konzentrierte sich vielmehr auf den Ausbau der Beziehungen zu den arabischen Staaten und fuhr mit ihrer antiisraelischen Politik fort.
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Bayern gegen Linksextremismus richtet sich an alle, die sich pädagogisch, politisch und persönlich mit Linksextremismus auseinandersetzen.